Internettelefonie auf dem Handy

Internettelefonie (VoIP) bringt den großen Vorteil mit sich, dass man eine von der SIM-Karte unabhängige Nummer erhält. Die Freiheit jederzeit seinen Mobilfunk-Anbieter wechseln zu können wiegt meines Erachtens die Probleme auf, die Internettelefonie noch mit sich bringt.

Den Anschluss für VoIP liefert in Deutschland Sipgate kostenlos. Man erhält eine Festnetznummer und relativ aktzeptable Preise was Verbindungen ins Mobilfunknetz angeht und super günstige Preise bei Verbindungen ins Festnetz. Eingehende Anrufer verbinden sich regulär auf eine Festnetznummer - keine zusätzlichen Kosten.

VoIP hängt natürlich von der Qualität der Internetverbindung ab. In meiner Erfahrung heißt das, dass ich zum Telefonieren oft ans Fenster gehe. Sollte ich Wlan-Verbindung haben, funktioniert VoIP meist problemfrei (abgesehen vom Universität Stuttgart Wlan, das UDP blockiert). Es hält einen aber natürlich nichts davon ab, anrufe über die reguläre SIM-Telefonnummer und der gewohnten Qualität zu tätigen.

Sollte die Netz-Qualität gut sein, kann man auch zur kostengünstigeren und auch Ende-zu-Ende verschlüsselten Internet-Only-Telefonie mit RedPhone greifen. Dafür muss aber auch das Gegenüber über das entsprechende Programm und mobiles Internet verfügen. Nach meiner Erfahrung klappt das auch schon recht gut und die paar mal, die es dann doch schief geht und man auf normale Telefonie zurückfallen muss, sind dann durch die Privatsphäre abgegolten, die man durch die Verschlüsselung ansonsten gewinnt.

Hier also die Zutaten zum Kochrezept Internettelefonie:

  1. Anschluss bei Sipgate.
    Sipgate bietet keine verschlüsselte Verbindungsmöglichkeit zu deren Servern. Daher bitte beim Anmelden auch gleiche eine Mail an sie senden mit der Bitte um Verschlüsselung. Daher: falls jemand eine Alternative zu Sipgate kennt, bitte melden.
  2. VoIP-App fürs Handy: CSipSimple.
    Nutzer der Android-Alternative CyanogenMod finden die VoIP-Funktionalität von Haus aus in ihrer Dialer-App vor.
  3. Verschlüsselte Internettelefonie mit RedPhone.

Bei der Gelegenheit am besten auch gleich den besten Handy-Messenger mit installieren.

WhatsApp Alternative: TextSecure

TextSecure
Zur Installation (Android)


TextSecure bietet gegenüber WhatsApp zwei konkrete Vorteile:

  1. Programm und Server sind quelloffen.
  2. Es wird mit militärischer Stärke verschlüsselt.
  3. Kein goldener Käfig!

1. Quelloffen

Quelloffen (open source) beutet zunächst einfach nur, dass der Programmcode mit all seinen erklärenden Kommentaren und Beschreibungen online einsehbar ist. Das hilft einem meist nicht direkt, weil kaum jemand Programmcode lesen kann. Indirekt nützt es aber dann doch wieder jedem:

Nehmen wir einmal an, das quelloffene Pogramm wird bekannt. Dann fangen PC-Magazine an darüber zu schreiben. Redakteure fangen an, Nachforschung zu betreiben. Sollte ein findiger Programmierer nun eine Sicherheitslücke entdecken, kann er sich gewiss sein, dass er seinen Platz in der Presse findet. Das ist sowohl ein Anreiz für ihn nach solchen Lücken zu suchen als auch die Presse zu informieren.

Wenn das quelloffene Programm auch nun Marktführer wird, wie aktuell leider noch WhatsApp, dann wird sogar in der Presse außerhalb der IT-Welt darüber berichtet. Ergo: Noch weit mehr Anreiz für Fachkundige in den Quelltext zu schauen!

Kurz: Quelloffen + Weite Verbreitung = Sicherheit gegenüber Hintertüren und Programmierfehlern.

2. Die Verschlüsselung

Man stelle sich einen Film von Früher vor: Die zwei Agenten gehen extra im Wald spazieren um unter vier Augen sprechen zu können. Heutzutage, mit Verschlüsslung militärischer Stärke wie bei TextSecure, wird das plötzlich zu einer schlechten Taktik:

Die verschlüsselte Verbindung beim Einsatz von TextSecure ist so stark, dass der feindliche Geheimdienst sie nicht knacken kann. Das Überwachen vor Ort (oder das Hacken der Handys) ist daher die einzige Möglichkeit des Abhörens. Da wäre es natürlich blöd, wenn sich die beiden Überwachungsziele bei ihrem Gespräch am gleichen Ort aufhalten würden. Man könnte also fast sagen: Die neue geheime Art der Kommunikation ist, jeweils alleine in den Wald zu gehen und sich dann verschlüsselt über die mobile Datenverbindung auszutauschen.

3. Kein goldener Käfig

Im Gegensatz zu Threema und Telegram ist TextSecure ein ehrenamtlich getragenes Projekt. Es besteht also kein Interesse den Nutzer an das eigene Projekt zu ketten. Dadurch gibt zum Beispiel die Möglichkeit, dass ein deutscher Verein einen eigenen TextSecure-Server betreibt - mit Threema und Co. undenkbar!

Weitere Entwicklung

iPhone: An der iPhone-Variante wird gerade gearbeitet. Man kann sich hier eintragen und von den Entwicklern informieren lassen, sobald sie verfügbar ist: https://whispersystems.org/blog/iphone-rsn/

Windows Phone: Aufgrund der geringen Verbreitung der Windows Phones wird aktuell noch nicht daran gearbeitet. Wenn man die Entwicklung in Gang bringen möchte, kann man hier mit anpacken: http://support.whispersystems.org/customer/portal/articles/1474589-are-there-plans-for-a-windows-phone-version-

Desktop: Ein Programm für den Computer befindet sich gerade in Entwicklung. Die Android- und iPhone-App haben aber verständlicherweise vorrang.

Emp­find­lich­keit des Touchpads reduzieren in Ubuntu

Es kann bei Ubuntu vorkommen, dass das Touchpad von Haus aus zu empfindlich eingestellt ist. Dann hat man das Problem, dass man alle Nase lang, ohne es zu wollen, Links aktiviert oder Dateien öffnet. Das kann auf die Dauer ziemlich nerven.

Aber Abhilfe ist nicht weit. So kann man die Empfindlichkeit des Touchpads reduzieren:

  1. Das Terminal öffnen:
    STRG + ALT + t
  2. Das Konfigurationsprogramm installieren:
    sudo apt-get install gpointing-device-settings
  3. Das Programm starten:
    SUPER/WINDOWS-Taste + a drücken. Dann Pointing devices tippen und das vorgeschlagene Programm starten.
  4. Im offenen Programm das zweite Tab namens Tapping wählen.
  5. Dort den Regler für Tapping time nach links bewegen. Je weiter links, desto kürzer muss der Fingerkontakt mit dem Touchpad sein, um als Klick interpretiert zu werden (sprich: desto weniger sensibel ist das Tochpad).

Wenn man das Programm schon offen hat, könnte es sich auch lohnen, im Tab General das Häckchen bei Enable palm detection zu aktivieren. Gerade wenn man beim Tippen von Text immer wieder ungewollte Mausklicks auslöst nur um dann festzustellen, dass der anschließend getippte Text an der falschen Stelle erscheint, dann sollte man diese Einstellung einmal ausprobieren.

Quellen
- askubuntu.com: Reduce touchpad touch sensitivity or disable tap-to-click unless key is pressed

Teile einer MP3 lauter/leiser machen

Um Teile einer MP3-Musikdatei lauter oder leiser zu machen, kann man sich mit dem freien und quelloffenen Programm Audacity behelfen.

  1. Das Terminal beispielsweise durch die Tastenkombination STRG + ALT + t öffnen und anschließend folgendes Kommando eingeben und absenden:

    sudo apt-get install audacity

    Bei der folgenden Rückfrage, ob die Abhängigkeiten installiert werden sollen durch Drücken der Enter-Taste zustimmen.
    (Windows-Nutzer können es das Programm hier herunterladen.)

  2. Nach der Installation öffnet man seine Musikdatei durch
    Rechtsklick auf die Datei -> "Öffnen mit" -> "Audacity":

  3. Man klickt in den Bereich des zu verstärkenden Bereichs:

  4. Man klickt so oft den Zoom-Button oben rechts, bis man der Bereich gut erkennen kann:

  5. Man klickt das eine Ende des Bereichs und fährt, während man die die Maustaste gedrückt hält, an das andere Ende:

  6. Man verstärkt die Stelle über das Menü Effekte -> Verstärken...

  7. In dem erscheinenden Menü wählt man (zum Beispiel über den Schieberegler) einen positiven Wert um die Stelle zu verstärken oder einen negativen Wert um sie leiser zu machen:

  8. Über Datei -> Exportieren kann man das Ergebnis als neue MP3-Datei abspeichern.

Duden.de als Suchmaschine in Chrome hinzufügen

Bei Duden.de erkennt Chrome leider nicht automatisch das Suchfeld.

Aber es wäre nicht nur hübsch sondern auch sehr praktisch Duden.de wie andere Suchmaschinen in der Adresszeile verfügbar zu haben:

So wirds gemacht:

  1. Klick auf die horizontalen Striche rechts neben der Adresszeile:

  2. Am unteren Ende des erscheinenden Menüs "Einstellungen" wählen:

  3. Nun rechts oben im kleinen Suchfeld nach "Suchmaschinen" suchen:

  4. Den ersten hervorgehobenen Button mit der Beschriftung "Suchmaschinen verwalten" anklicken:

  5. In dem erscheinenden Fenster ganz nach unten scrollen und am Ende der Liste die drei Felder von Links beginnend mit folgenden Daten füllen:

    1. Feld: Duden.de
    2. Feld: duden.de
    3. Feld: http://www.duden.de/suchen/dudenonline/%s

  6. Durch Klick auf Fertig speichern.

  7. Schlußendlich das Einstellungstab, zum Beispiel durch die Tastenkombination STRG + w, schließen.

Ab sofort kann ganz einfach dadurch auf Duden.de gesucht werden, dass man in der Adresszeile die ersten paar Buchstaben von duden.de tippt, bis der Hinweistext auf der rechten Seite erscheint und anschließend die Tab-Taste drückt um den Duden.de-Suchmodus zu aktivieren.

Der jeweilige Begriff den man danach eingibt und durch Enter absendet führt einen direkt zum entsprechenden Duden.de-Eintrag!