Willensfreiheit und Schuld

Eine Zuordnung von Schuld würde Willensfreiheit voraussetzen. Der Schuldige müsste alleine zu der Entscheidung gekommen sein, die ihm angelastete Tat zu begehen - jegliche Beeinflussung von außen müsste ausgeschlossen sein. Somit müsste die Entscheidung aus dem Nichts heraus entstanden sein - fernab jeglicher Realität. Doch wie sollte jemand Schuld sein, der bei seiner Entscheidungsfindung Voraussetzungen und Auswirkungen außer Acht gelassen hat, der also unzurechnungsfähig war? Der freie Wille ist folglich in sofern ein Unding, als dass er zwei sich widersprechende Thesen zulässt - zugleich "Schuldig" und "Unschuldig".

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Written by Per

Free software enthusiast and transhumanist residing in Stuttgart, Germany.


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